Die Mutprobe

Für folgenden Text habe ich mich einerseits durch Christianes Schreibeinladung sowie durch Myriades Impulswerkstatt (Bild Nummer 2) inspirieren lassen.

Bin ich mutig? Bin ich etwa dumm?

Es ist eine Grenzerfahrung, sagen die einen. Es ist ein nie wieder gut zu machender Fehler, sagen die anderen. 

Was will ich denn überhaupt? Will ich im Strom schwimmen und diese Sache abhaken? Oder will ich lieber anecken, sodass mich viele schneiden werden?

Ach, der Druck ist gar groß. Ich will doch nichts weiter als ein klein wenig Anerkennung.

Zitternd stehe ich auf der Brücke und schaue in den tiefen Abgrund, während von hinten bereits hämische Rufe laut werden. Ein Schritt zurück und ich bin ein Feigling. Zu lange zu zögern, zeugt nicht von Mut und wird nicht anerkannt. Man wird nicht ausgeschlossen, gehört aber nicht ganz dazu. Ein fester Ruck am Seil zeigt: Die Gnadenfrist ist vorbei. Ich springe und hoffe, das Seil hält.

9 Gedanken zu “Die Mutprobe

  1. Es ggibt ja zum Glück reißfeste Seile sonst wären schon viele Jugendliche nicht erwachsen geworden. Mutprobe gehören zu den blödsinnigsten Aspekten des Suchens nach Männlichkeit.

    Danke für den Beitrag und einen schönen Sonntag!

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  2. Keine zehn Pferde bringen mich auf so etwas! Und wer mich unter Druck setzt, etwas zu tun, vor dem ich Angst habe, nur um „cool“ zu sein, der ist nicht mein Freund – da muss ich meine Prioritäten überdenken.
    Und oben zu stehen und dann NICHT zu springen, den Erwartungen NICHT zu genügen und dann dazu zu stehen, DAS finde ich mutig. Auch wenn es sich in dem Moment wie das komplette Gegenteil anfühlt.

    Danke dir für die Etüde! Schönen Sonntag euch!

    Vormittagskaffeegrüße! 😀

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  3. Der Druck in der Clique ist oft zu groß, da kann man dann nicht widerstehen, weil halt die Konsequenz des Ausgeschlossenseins in jungen Jahren sehr hoch bewertet wird und wahrscheinlich noch mehr kaputt gehen würde, wenn man „starker“ Einzelgänger wird.

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  4. Pingback: Schreibeinladung für die Textwochen 41*42*43*44**24 | Wortspende von der »Entengruppe« | Irgendwas ist immer

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