Die Rolling Stones für Nullkommanix

Die Rolling Stones gehören zweifellos zum Inventar der Rockmusik. Trotzdem werden auch ihnen die Karten für ihre Tourneen nicht gerade aus den Händen gerissen, kein Wunder, wenn man liest, dass dafür an die tausend Dollar verlangt werden – regulär und nicht auf dem Schwarzmarkt.

So schön waren Konzertkarten einmal.
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Erbauliches über Bauliches

Manchmal hat man den Eindruck, dass Architekten wahre Wunder vollbringen. Man sehe sich nur den ehrwürdigen Dom zu Köln an, in dem ihre Kunst regelrecht dem Himmel zuzustreben scheint. Aber auch ihr bodenständiges Wirken führt zu überaus erstaunlichen Ergebnissen. Wenn ein Tiefgaragenplatz nicht reicht, können sie im Handumdrehen einen dazuplanen: Sie teilen einfach die zur Verfügung stehende Fläche mit einer weißen Linie in zwei Hälften. Und tatsächlich: Wo’s für einen Smart reichte, reicht es nun für zwei, auch wenn sich die Türen von den aussteigewilligen Personen jetzt nicht mehr öffnen lassen. Man kann eben nicht alles haben, wobei ein Parkplatz in einer verkehrsreichen Innenstadt fast schon alles ist, was man als Autofahrer zum Glücklichsein braucht.

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Wiesn brutal gemütlich

Münchens Oberbürgermeister eröffnet das Oktoberfest nicht nur mit dem einladenden Ruf „Ozapft is!“. Denn er sagt auch: „Auf eine friedliche Wiesn!“. Erst dann werden die Maßkrüge angestoßen, erst dann fließt das Festbier in Strömen, erst dann beginnt der alljährliche zwei Wochen dauernde Ausnahmezustand in der Weltstadt mit Herz.

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Alles hat seinen (versalzenen) Preis

Sokrates soll angesichts des umfänglichen Warenangebots in Athen verwundert ausgerufen haben, wie viele Dinge es doch gebe, die er gar nicht brauche. Nun, das antike Griechenland ist weit weg, aber das heutige Warenangebot würde Sokrates nicht weniger in Staunen versetzen. Doch weil der schon lange nicht mehr lebt, besorge ich das für ihn. Ich staune allerdings weniger über die Dinge, die angeboten werden, sondern darüber, dass sie, was immer sie kosten, auch gekauft werden. Es ist, als würden die Käufer ignorieren, dass sie es sind, die am anderen Ende der Wertschöpfungskette rackern, schuften, malochen, kurz früh aufstehen und arbeiten: das Geld verdienen müssen.

Ich nehme Euch gerne mit auf einen kleinen Schaufensterbummel rund um die Fußgängerzone in München, der zwar schon ein paar Jahre zurück liegt, aber immer noch bestens illustriert, was ich meine.

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Er hat mich hängen lassen

Selbst wenn ich vor lauter Koffer und Taschen nicht mehr laufen könnte: Diesen Aufzug werde ich nie wieder betreten. Dabei kann man am Bahnsteig 5/6 des Münchner Ostbahnhofs nicht einmal auf eine Rolltreppe ausweichen. Es gibt keine. Ich werde hier für alle Zeiten mein Gepäck, und mag es so schwer sein, dass es sogar den geduldigsten Esel überfordern würde, treppauf und -ab schleppen. Er hat mich hängen lassen, zweimal innerhalb von einem halben Jahr. Dabei mache ich ihm persönlich überhaupt keinen Vorwurf. Denn erst nach einer Stunde herausgeholt haben uns andere.

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