Das Wagnis des Online-Shoppings

Als in Corona-Zeiten die Geschäfte dicht machten, boomte der Online-Handel. Aus verschiedenen Gründen haben sich einige Leute erfolgreich geweigert, online zu bestellen. Dennoch gab es bei dem einen oder anderen die erste Online-Bestellung. Zumal wenn das Produkt zwar nicht dem täglichen Bedarf entstammt, es aber doch so wichtig ist, es jetzt zu erwerben – und nicht vielleicht in ein paar Wochen, wenn die Geschäfte wieder offen haben. Sehen wir uns einmal den Bestellvorgang eines Neulings an.

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Lilu – Die Schattenfresser/Teil 2

Ohnmächtig

Ich streckte meine Hände nach ihm aus. Wir drehten uns im Kreise, sprangen und tanzten auf dem Tisch herum. Ihr habt schon richtig gehört: auf dem Tisch! So seltsam es für eure Ohren klingen mag, aber Tatsachen sind nun einmal Tatsachen: Von einer Zehntelsekunde auf die nächs­te war ich fast so klein wie Lilu, vielleicht einen Fingernagel größer, und wir hüpf­ten um das Teegeschirr herum. Ein­mal bin ich sogar auf die Kandis-Dose ge­klettert und habe die Kan­diszuckerstückchen erklommen wie ein Gebirgsmassiv. Wir trieben es so toll, bis wir mit solcher Wucht an meine volle Tasse gestoßen sind, dass sie um­fiel und ihren gan­zen Inhalt über uns er­goss. Ich hatte wirklich Angst im Tee zu ertrinken und musste schwim­men wie in einem See. Die Wel­len schlugen über meinem Kopf zusammen. Ein­mal wurde ich nach oben getrieben, ein an­dermal drückte mich ein mäch­tiger Sog tief nach unten.

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Auf der Kürbse?

Ich habe aus den Stichwörtern Kürbis, kitzlig und krakeln, mit denen Christiane für die Wochen 44 und 45 zum Schreiben eingeladen hat, Folgendes gemacht:

Mein lieber Andersen,

Sie scheinen sich auf Kindereien verlegen zu wollen. Dabei ist das Verlegen meine Sache, was natürlich nur als ein kleiner Sprachwitz gemeint ist, der Ihnen jedoch zeigen möge, dass ich dem Albernen durchaus nicht abhold bin. Die Skizze aber, die Sie mir kürzlich zugeschickt haben, unterschreitet selbst dieses Niveau. Schon Ihre nervös gekrakelte Handschrift ließ mich aufhorchen. Sind Sie denn schon wieder auf Reisen?

Eine Prinzessin, die bis ins tiefste ihres sonst so noblen Gemütes kitzlig ist, soll also durch zwanzig Matratzen und darauf nochmaligen zwanzig Decken eine Kürbse spüren. Eine Kürbse? Was um alles in der Welt soll eine Kürbse vorstellen? Die neue Züchtung eines Kürbisses etwa? Davon habe ich noch nie gehört, und wenn ich ehrlich sein soll, möchte ich davon auch nie hören. Als Verleger mit literarischem Anspruch würde ich mich der Verbreitung von zusammenfabulierten Wortmonstern schuldig machen. Man stelle sich nur den Titel über einem solchen Text vor: Die Prinzessin auf der Kürbse. Niemals!

Als Ihr Verleger und väterlicher Freund rate ich Ihnen dringend: Werden Sie realistischer! Das Irr- und Aberwitzige sollten Sie Ihrem deutschen Kollegen Hoffmann überlassen.

P.S.: Oder meinten Sie Erbse?

Lilu – Die Schattenfresser/Teil 1

Es gibt doch tatsächlich Menschen, die nichts dafür übrig haben, wenn es in ihrem Leben – und sei es auch nur für ein paar Stunden – ge­mütlich zugeht. Ich gehöre nicht zu denen, und ihr sicher auch nicht. Ihr würdet sonst kaum diese Geschichten über Lilu vom Stamme der Lulis zur Hand nehmen und darin lesen und dabei viel­leicht eine wunderbar duftende Tasse Tee mit Kan­diszucker schür­fen.

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Irrwege im Urlaub

Eines schönen Tages fuhr ich mit meiner Freundin in den Urlaub. Voller Vorfreude schmiedeten wir schon Tage vorher Pläne. Am zweiten Tag in Mittenwald beschlossen wir, auf den Kranzberg zu fahren und von dort aus gemütlich wieder zurück zu wandern. Doch wie so immer: Der Mensch denkt, Gott lenkt. Mit Kameras, Sonnencreme und Verpflegung gerüstet brachen wir auf.

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