Was immer bei den abc-Etüden rauskommt, am Anfang stehen immer nur drei Wörter, dieses Mal: Rolle, halbherzig und belohnen. Bei mir ist das rausgekommen.
Was für ein Tag! So viel Glück will belohnt sein. Fest entschlossen, den Jackpot zu knacken, betrat ich den Lottoladen. Die minimalsten Gewinnchancen ignorierend, fieberte ich mich geradezu hinein in die Rolle meines zukünftigen Lebens: Multimillionär. Pendler zwischen Pool und Jacht, zwischen Traumhaus und Traumauto, zwischen Luxus und Nichtwissenwohinmitdemzaster.
Leider befielen mich aber auch die Schemen halbseidener Gestalten, die genauso wie ich nichts anderes im Sinn hatten als mein noch gar nicht gewonnenes Geld. Sämtliche Panzerknacker der Welt bereiteten meinem Millionärstaumel ein unsanftes Ende, und mein Gemütspegel setzte von freudig erregt über halbherzig im Tiefflug zur Bruchlandung an. Besser ich nehme auch künftig mit kleineren Brötchen Vorlieb.
Möglichst unauffällig verließ ich den Laden. Die Realität hatte mich wieder. Ohne Umweg über ein zwielichtiges Los.

Ich meine, klar, die Chancen sind minimalst 😉. Aber ansonsten ist deine Etüde meiner Meinung nach das beste Beispiel für Selbstsabotage, ich erinnere an die Fabel mit dem Fuchs und den sauren Trauben … 🤔😉
Morgenkaffeegrüße 🌄❄️☕🍪👍
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„Selbstsabotage“: Die Woche geht mit einer kreativen Erweiterung meines Wortschatzes los.
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Hat dies auf Emsemsem.net rebloggt.
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Pingback: Fazit Textwochen 46.47.22, willkommen Adventüden 2022! | Irgendwas ist immer
mir fällt dazu noch die Geschichte mit dem Hammer von Paul Watzlawick ein.
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