Alles hat seinen (versalzenen) Preis

Sokrates soll angesichts des umfänglichen Warenangebots in Athen verwundert ausgerufen haben, wie viele Dinge es doch gebe, die er gar nicht brauche. Nun, das antike Griechenland ist weit weg, aber das heutige Warenangebot würde Sokrates nicht weniger in Staunen versetzen. Doch weil der schon lange nicht mehr lebt, besorge ich das für ihn. Ich staune allerdings weniger über die Dinge, die angeboten werden, sondern darüber, dass sie, was immer sie kosten, auch gekauft werden. Es ist, als würden die Käufer ignorieren, dass sie es sind, die am anderen Ende der Wertschöpfungskette rackern, schuften, malochen, kurz früh aufstehen und arbeiten: das Geld verdienen müssen.

Ich nehme Euch gerne mit auf einen kleinen Schaufensterbummel rund um die Fußgängerzone in München, der zwar schon ein paar Jahre zurück liegt, aber immer noch bestens illustriert, was ich meine.

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