Katholium

Dass die Christen eins seien, ist ein frommer Wunsch. Die unfromme Wirklichkeit sieht, wir wir wissen, anders aus. Die christlichen Brüder und Schwestern vor dem Herrn schaffen es einfach nicht, ihren Glauben zu bündeln, um es neudeutsch auszudrücken. Wie tief der Riss ist, der durch die Christenheit geht, zeigt folgende Geschichte.

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Die Rolling Stones für Nullkommanix

Die Rolling Stones gehören zweifellos zum Inventar der Rockmusik. Trotzdem werden auch ihnen die Karten für ihre Tourneen nicht gerade aus den Händen gerissen, kein Wunder, wenn man liest, dass dafür an die tausend Dollar verlangt werden – regulär und nicht auf dem Schwarzmarkt.

So schön waren Konzertkarten einmal.
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Wiesn brutal gemütlich

Münchens Oberbürgermeister eröffnet das Oktoberfest nicht nur mit dem einladenden Ruf „Ozapft is!“. Denn er sagt auch: „Auf eine friedliche Wiesn!“. Erst dann werden die Maßkrüge angestoßen, erst dann fließt das Festbier in Strömen, erst dann beginnt der alljährliche zwei Wochen dauernde Ausnahmezustand in der Weltstadt mit Herz.

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Alles hat seinen (versalzenen) Preis

Sokrates soll angesichts des umfänglichen Warenangebots in Athen verwundert ausgerufen haben, wie viele Dinge es doch gebe, die er gar nicht brauche. Nun, das antike Griechenland ist weit weg, aber das heutige Warenangebot würde Sokrates nicht weniger in Staunen versetzen. Doch weil der schon lange nicht mehr lebt, besorge ich das für ihn. Ich staune allerdings weniger über die Dinge, die angeboten werden, sondern darüber, dass sie, was immer sie kosten, auch gekauft werden. Es ist, als würden die Käufer ignorieren, dass sie es sind, die am anderen Ende der Wertschöpfungskette rackern, schuften, malochen, kurz früh aufstehen und arbeiten: das Geld verdienen müssen.

Ich nehme Euch gerne mit auf einen kleinen Schaufensterbummel rund um die Fußgängerzone in München, der zwar schon ein paar Jahre zurück liegt, aber immer noch bestens illustriert, was ich meine.

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Er hat mich hängen lassen

Selbst wenn ich vor lauter Koffer und Taschen nicht mehr laufen könnte: Diesen Aufzug werde ich nie wieder betreten. Dabei kann man am Bahnsteig 5/6 des Münchner Ostbahnhofs nicht einmal auf eine Rolltreppe ausweichen. Es gibt keine. Ich werde hier für alle Zeiten mein Gepäck, und mag es so schwer sein, dass es sogar den geduldigsten Esel überfordern würde, treppauf und -ab schleppen. Er hat mich hängen lassen, zweimal innerhalb von einem halben Jahr. Dabei mache ich ihm persönlich überhaupt keinen Vorwurf. Denn erst nach einer Stunde herausgeholt haben uns andere.

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