Natalia Sanmartin Fenollera: Das Erwachen der Señorita Prim

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Natalia Sanmartín Fenollera hat mehrere akademische Abschlüsse, u.a. im Wirtschaftsjournalismus, als Juristin und Journalistin. Sie arbeitet als Journalistin bei einer großen Wirtschaftszeitung. „Das Erwachen der Señorita Prim“ wurde als ihr erster Roman schon vor Erscheinen in zahlreichen Ländern verkauft.

Eine ungewöhnliche Stellenanzeige lockt Señorita Prim nach San Ireneo de Arnois. Señorita Prim hat zahlreiche akademische Titel, will aber dem Getöse der modernen Welt entfliehen. Daher bewirbt sie sich auf die Stelle, bei der ausdrücklich keine Akademiker gewünscht sind. Obwohl sie die Voraussetzungen für die ausgeschriebene Bibliothekarsstelle nicht erfüllt, stellt sie der „Mann im Armsessel“ ein. Er unterrichtet in dem kleinen Dorf an ein paar Tagen in der Woche die Kinder. Sie lernen Latein und Griechisch und die Texte sogar auswendig, bevor sie darüber diskutieren. Señorita Prim katalogisiert nicht nur die Bücher, der „Mann im Armsessel“ verwickelt sie immer wieder in Streitgespräche, von denen sie meint, immer als Verliererin herauszugehen.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten findet Señorita Prim auch Anschluss im Dorf. Diese erklären ihr den Sinn des Dorfes. Jeder ist in einer Tätigkeit, die besetzt werden muss und der Persönlichkeit der Charaktere entspricht, unabhängig von der Ausbildung. Die Kinder werden gemeinsam erzogen. Sie lernen die Botanik zum Beispiel von der Florisitin. Das schweißt die Dorfgemeinschaft zusammen.

Allmählich verändert sich die Persönlichkeit und die Einstellung von Señorita Prim. Zuerst stand sie der Ehe zum Beispiel skeptisch gegenüber, dann aber muss sie zugeben, dass sich Gefühle für den „Mann im Armsessel“ entwickelt haben. Da aber die Gefühle, wie sie meint, nicht erwidert wurden, beschließt sie nach getaner Arbeit nach Italien zu reisen. In Italien findet sich Señorita Prim und reift zu einem Entschluss, der ihr ganzes Leben verändert.

Der Roman „Das Erwachen der Señorita Prim“ von Natalia Samartin Fenorellera ist ein leiser und ruhiger Roman, aber mit viel Gefühl und Philosophie. Der Leser, der sich darauf einlässt, kann viel daraus lernen. Vor allem kommt es nicht auf Titel oder etwas anderes an. Das wird aber in der heutigen, modernen Welt nicht immer so gesehen. Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt.

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