Ein Land ohne Krieg?

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Seit es die Menschen gibt, gibt es Auseinandersetzungen. Diese münden nicht selten darin, dass es Krieg gibt. In diesen Streitigkeiten bekämpfen sich zwei Staaten um eine bestimmte Sache. Dies ist meistens mit ungeheuren Verlusten von Menschen und Material verbunden. Jedoch: Was ist das friedlichste Land der Welt? Gibt es ein Land ohne jemals Krieg geführt zu haben? Kann das möglich sein? Können wir von einem solchen Land lernen, dass die Welt weniger oder keine Kriege mehr führt? Es gibt ein Land, das diese Vorrausetzungen erfüllen kann. Es ist der kleine Staat Island.

Geschichte und Entstehung Islands

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Island entstand aufgrund von vulkanischen Aktivitäten vor ungefähr 100 Millionen Jahren. Auch der Mittelatlantische Rücken und die Ozeane sind daraus entstanden. „Die vulkanische Aktivität unter Island ist mithin die Stärkste auf der ganzen Welt.“ (extremeiceland.is). 330 vor Christus wurde ein Land im fernsten Norden erstmalig in den geographischen Werken des griechischen Seglers Pytheas erwähnt.

an anderer Stelle wird als am weitesten entferntes Reiseziel Pytheas’ die Insel Thule genannt, die sechs Tagesfahrten nördlich Britanniens liegen solle. Je nachdem, ob man die beiden Zitate auf ein und denselben Ort bezieht oder die erste Bemerkung nur allgemeinen Charakter hat, könnte es sich bei Thule um Island handeln.[3]Tacitus nahm später als weitere Möglichkeit an, dass die Shetlandinseln gemeint seien.

Pytheas-Artikel in Wikipedia

Der letzte Ausbruch des zentralen Vulkans Hengill in der Nähe von Reykjavik fand vor etwa 2000 Jahren statt. Um 800 kamen in Island Mönche und Einsiedler auf die Insel. Um 900 ist die Besiedlung nahezu abgeschlossen und Alþingi, eine Art Parlament, wird in Þingvellir gegründet. Island hat somit die älteste existierende parlamentarische Institution der Welt.

Seine Einführung fand draußen, auf den Felsen in þingvellir im Jahre 930 v. Chr. statt und ist zugleich auch der Beginn der Unabhängigkeit Islands. Am Anfang war Althing ein allgemeiner Zusammenschluss des isländischen Commonwealth, in dem die Anführer des Landes (goðar) sich trafen und Entscheidungen über die Gesetzgebung und Rechtsansprüche trafen. Jeder freie Mann konnte diesem Zusammenschluss beitreten, was gewöhnlich das soziale Hauptevent des Jahres war und regelrechte Scharen an Menschen jeder Herkunft, anzog.

extremeiceland.is

Kein Militär in Island

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Island besitzt einen Ausnahmezustand. „Mit seiner isolierten Lage und den nur 320 000 Einwohnern hebt es sich deutlich ab.“ (Easyvoayage). Island unterstand bis 1944 der dänischen Herrschaft. Nach ihrer Unabhängigkeit verzichteten sie auf eigene Streitkräfte.

Island unterhält einzelne Einheiten, die von der Kooperation und Interaktion mit verbündeten Streitkräften abhängig sind. Der Beitritt zur NATO erfolgte 1949 unter der Prämisse, keine eigenen Streitkräfte unterhalten zu müssen. 1995 wurde dieser Status bekräftigt, als Regelungen zum Unterhalt einer Armee aus der Verfassung gestrichen wurden.

Militärische Situation in Island aus Wikipedia

Das Außenministerium Islands unterhält eine kleine militärische Expeditionseinheit namens Íslenska friðargæslan (,Krisenreaktionseinheit‘), die offizielle, englischsprachige Bezeichnung lautet Icelandic Crisis Response Unit. Sie wird von der norwegischen Armee ausgebildet und ausgerüstet und setzt sich aus fachlich geeigneten Zivilisten sowie Mitgliedern der isländischen Polizei und Küstenwache zusammen. Wesentliche Einsätze der Einheit bestanden z. B. im Rahmen von Friedenserzwingungen darin, die Flughäfen in den Hauptstädten Afghanistans und des Kosovo zu betreiben. Darüber hinaus hatte die Einheit Beobachter nach Sri Lanka und in den Norden Afghanistans entsandt.

Militärische Situation in Island aus Wikipedia

Island ist also sowohl nach außen als auch nach innen sehr friedlebend. Nicht nur dass es kein Militär gibt. Es gibt auch wenig Verbrechen. Auch die isländische Polizei trägt keine Waffen im Einsatz, da es nicht nötig ist. Viele Isländer kennen keinen Neid beziehungsweise die meisten Isländer verdienen genug. „So haben sie nicht das Gefühl, anderen etwas wegnehmen zu müssen.“ (Aachener Zeitung).

Was können wir daraus lernen?

Krieg und Verbrechen resutlieren meistens aus sozialer Ungerechtigkeit. Je größer diese ist, desto mehr Konflikte ergeben sich daraus. Um Krieg und Verbrechen zu vermeiden und eine friedlichere Welt zu haben, muss man an der Ursache sein. Die soziale Ungerechtigkeit ist ein Hauptgrund und die weltweite Armut, dass es Neid gibt, die zu Aufständen, Verbrechen und Krieg führt. Nicht der Krieg allein soll bekämpft werden. Wirkungsvoller ist es, die Ursachen des Krieges zu beseitigen. Vielleicht kann uns Island ein Vorbild dafür sein.

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